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Affen in Frielendorf?

Pressemitteilung Listenkandidaten
16. Januar 2021

Es ist tatsächlich angedacht seitens der Gemeinde Frielendorf, exotische Tiere am Silbersee anzusiedeln. Der Aufstellungsbeschluss wurde bereits in der letzten Gemeindevertretersitzung im Dezember 2020 abgesegnet. Dieses soll voraussichtlich ca. 5 ha groß werden und im Bereich des Silbersee-Bobs und des Wohnmobilstellplatzes (bzw. Verbindungsweg Allwetter-Bobbahn und Radweg R15) als sogenannter „Affenwald Silbersee“, verwirklicht werden.

I m Einzelnen geht es um Makaken, auch Berberaffen genannt, sie gehören zu der Gruppe der Lemuren, um Kattas, Erdmännchen und Bennet-Kängurus, auch Rotnackenwallabys genannt. Wir haben diesbezüglich einige Informationen zu diesen Tieren in Erfahrung bringen können und sind auf Folgendes gestoßen:

Bei Berberaffen handelt es sich um eine stark gefährdete Spezies, Ursprungsland Nordafrika u. der Felsen Gibraltars. Es gibt schätzungsweise nur noch 9000 Exemplare weltweit. Seit 2016 gilt ein internationales Handelsverbot. Bei nicht artgerechter Haltung drohen Verhaltensauffälligkeiten wie im Kreis laufen, Selbstverstümmelung. Sie sind nicht ausgelastet und entwickeln dieses Verhalten.



Bennet-Kängurus leben in Australien/Tasmanien, diese gelten als nicht bedroht, jedoch sind sie ausgesprochen kälteempfindlich. Es kann also sein, dass die Tiere bei uns einen strengen Winter nicht überleben würden. 5 dieser Kängurus bräuchten ein Gehege von 200 qm, sie gelten als nachtaktive Tiere.



Kattas leben ausschließlich auf der Insel Madagaskar, ebenfalls gelten diese als stark bedroht. Sie fallen Waldrodungen zum Opfer, werden zum Verzehr gejagt und für den Tierhandel weltweit gefangen.

D er Investor hatte eigentlich vor, in Amöneburg bereits im Sommer des vergangenen Jahres eine Sommerrodelbahn mit einem solchen Tiergehege zu errichten, stieß jedoch auf heftigsten Widerstand. Eine Bürgerinitiative wurde gegründet, die Stadtverordneten-Versammlung befürchtete große Lärmbelästigungen seitens der Tiere, kurzum, keiner wollte den Tierpark dort haben. Nun soll dieses Vorhaben in Frielendorf umgesetzt werden.



Der Geräuschpegel, den die Affen verursachen, würde dem Silbersee, welcher als Naherholungsgebiet gelten soll, unserer Ansicht nach schaden. Wer selbst schon einmal in einem solchen Affengehege war, weiß durchaus, dass diese Tiere keinesfalls als “possierliche Streicheltiere“ gelten, sondern auch äußerst aggressiv und angriffslustig sein können.



Auch aus tierschutzrechtlichen Gründen können wir diesem geplanten Projekt nicht zustimmen! Außerdem konnte sich in dem geplanten Gebiet in den letzten Jahren ein Stück unberührte Natur entwickeln, die aufgegeben werden müsste.

FWG
FWG

14 Kommentare

  1. Sangerhausen sagt:

    Wenn es der 1.April wäre, volles Verständnis.
    Kann man unsere Gemeindevertretungen noch ernst nehmen ?
    Schwalmsafarie und nun das.
    Wie das Abstimmungsergebnis zeigt, hat man bei der bevorstehenden Wahl nur eine Alternative –
    Abstinenz

  2. Larissa sagt:

    Ich denke, dass es absoluter Blödsinn ist ein Affengehege dort zu planen. Diese Tiere sollten da bleiben wo sie herkommen. Es spricht alles gegen dieses Affenprojekt zwecks Tierschutz, außer das Tourismusgeschäft. Traurig das die Affen dabei helfen sollen ein größeres Interesse am Silbersee Flair zu haben.

    • D. Hoos-Meckbach sagt:

      Hallo,
      Wir bekennen uns auch zum Vorantreiben des Tourismus. Nur nicht mit so absurden Ideen! Wenn es um lebende Tiere geht, die nicht artgerecht gehalten werden können, hört bei uns der Spaß auf! Danke, dass du unsere Meinung teilst.
      LIEBE GRÜßE!

  3. Stefan Körner sagt:

    Ich finde es erschreckend, mit wie viel Halbwissen hier zusammengegoogelte Einzelfakten über Affen und Kängurus zusammelgewürfelt werden und dann schnell mal eine „Fachentscheidung aus Tierschutzgründen“ getroffen wird. Jeder, auch die FWG, kann gerne gegen so ein Projekt sein, aber dann bitte seriös begründet mit echten Fakten.Was ich hier als Biologe lesen muss ähnelt eher Trump-Wittern. Sehr schade. Bitte entweder erst unabhängig bei Fachleuten informieren oder halt ohne angebliche Tierschutzargumente dagegen sein. Aber doch nicht so aufgrund von Halbwissen und Fakenews!

  4. Stefan Körner sagt:

    Nun, da Sie kritische, aber rein sachliche Kommentare einfach ohne Rückmeldung löschen, zeigt mir das deutlich, dass die FWG keinen Diskurs führen, sondern nur feste Meinungen durchdrücken will. Oder ein Admin dreht am Rad. Sie hatten meine Mailadresse, aber Löschen war einfacher… Ich hatte mitgeteilt, dass Sie Halbwahrheiten als Argumente verwenden, ohne sich unabhängig informiert zu haben, und die Halb- und Unwahrheiten im Artikel hier kann ich belegen. Bitte stellen Sie meinen Kommentar wieder her. Bürgernah? Ich werde mich an die Fraktion und ggf. auch an die Presse wenden, wenn Sie zensieren und weiterhin falsch informieren.

    • Carina sagt:

      Sehr geehrter Herr Körner,
      wir löschen KEINEN EINZIGEN Kommentar. Wir möchten darauf hinweisen, dass Sie Ihren Kommentar erst am 11.03 abgegeben haben. Ich möchte Sie bitten der FWG 2-3 Tage für die Freigabe eines Kommentars einzuräumen. Wir bemühen uns jeden Kommentar so schnell wie möglich freizugeben, nur bedenken Sie, dass wir alle berufstätig sind und Familien haben, wodurch es eben ab und an etwas dauern kann.

  5. Herr Ralf Pfeiffer sagt:

    Sehr geehrter Herr Körner, Ihr aggressives Verhalten ist völlig unangemessen und zeigt genau Ihre Haltung. Trump scheint eher Ihnen nahe zu stehen und nicht der FWG. Die Darstellung der FWG ist hervorragend und sachlich einwandfrei. Als Biologe sollten Sie verstehen, dass Affen in Nordhessen nicht als heimisch gelten und eine Haltung von Primaten in der heutigen Zeit nicht mehr mit den Rechten dieser Lebewesen zu vereinbaren ist.
    Mit freundlichen Grüßen

  6. Herr Ralf Pfeiffer sagt:

    Bitte „unschön“ in „und eine „.ändern.
    Autokorrektur ist manchmal nicht gut

  7. Stefan Körner sagt:

    Sehr geehrter Herr Pfeiffer,
    zunächst entschuldige ich mich für die genervte Wortwahl meines zweiten Beitrags. Mein erster war einige Stunden zu sehen und dann „weg“ und ich bin von Löschung ausgegangen. Inhaltlich ändert sich nichts; da Sie trotz meiner Hinweise behaupten, die Darstellung sei „sachlich einwandfrei“:
    a) „Makaken, auch Berberaffen genannt“. Falsch. Berberaffen sind Makaken, aber nicht alle Makaken sind Berberaffen. So wie nicht alle Primaten Menschen sind.
    b) „gehören zu der Gruppe der Lemuren“. Völlig falsch. Makaken sind echte Affen, Lemuren Halbaffen.
    Der Rest des Satzes ist von der Syntax unverständlich.
    c) „schätzungsweise nur noch 9000 Exemplare“ – Aktuelle Zahl ca. 20.000. Sie haben Recht, die Spezies ist bedroht, und zwar durch menschengemachten Lebensraumverlust in Nordafrika. Die „Affenberge“, wie der seit 1976 sehr erfolgreiche in Salem am Bodensee, züchten die Art und stehen für eine Wiederansiedlung im natürlichen Lebensraum bereit, Projekte sind in Arbeit (Problem: Es gibt kein geeignetes Habitat mehr, das nicht noch besiedelt ist, von der politischen Lage dort ganz zu schweigen). Aber immerhin eine gute und genetisch diverse Reservepopulation. Im übrigen herrscht in Urspungsgebiet, den Nadelwäldern im Atlasgebirge, ein durchaus raues Klima, auch mit Schnee im Winter. Und Berberaffen kamen prähistorisch auch im Mitteleuropa vor, es gibt Fossilfunde bis nach England und Deutschland…
    d) Das Handelsverbot gilt für Privatpersonen und für Wildfänge. Zugelassene Zoos tauschen(!) untereinander Tiere und kaufen keine Wildfänge.
    e) „bei nicht artgerechter Haltung“ -genau diese wird u.a. durch die Zoo-Gesetzgebung sichergestellt. In allen zugelassenen Zoos wird artgerechte Haltung überprüft. Und in „Affenbergen“ mit ihren riesigen, naturnahen Flächen und großen Familiengruppen von Tieren ist artgerechte Haltung ohnehin garantiert.
    f) Bennett-Kängurus (mit 2 T!) sind nicht nachaktiv und sehr wohl an niedrige Temperaturen angepasst (in Tasmanien herrscht gemäßigtes Klima, auch Schnee). Zudem ist in Zoohaltung ohnehin ein geheizter Stall vorgeschrieben uns selbstverständlich.
    Und so geht es weiter. Berberaffen sind nahezu geräuschlos. Und was Ihre Ablehnung mit „Tierschutzrecht“ zu tun hat ist auch völlig unklar, das müssten Sie schon erläutern.
    Es gibt europaweit einige Dutzend solcher „Affenberge“ mit Berberaffen, und dort stattfindende wissenschaftliche Verhaltensuntersuchungen haben zigfach bestätigt, dass die Tiere völlig natürliches Verhalten zeigen.
    Fazit: Was immer Sie hier zusammengegoogelt haben stammt aus dubiosen Quellen und wurde wohl auch nur halb verstanden. Lesen Sie die Zoo-Richtlinie, lesen Sie Bücher über Zootierhaltung, fragen Sie Experten wie vom Primatenzentrum Göttingen. Und besuchen Sie doch einfach mal einen der Affenparks, sprechen Sie mit den Betreibern und machen Sie sich ein eigenes Bild.
    Ich bin nicht grundsätzlich für neue Tierparks und auch nicht sicher, ob dieses Projekt, über dass ich bislang nicht genug weiß, sinnvoll ist. Aber Ihre Gründe dagegen ziehen nicht, sondern zeigen nur ein erschreckendes Unverständnis von Zoologie. Und darauf reagiere ich als Biologe sehr empfindlich, der Missbrauch von Wissenschaft für ideologische Zwecke nimmt überhand (z.B. „Klimawandelleugner“, die sich nur die Fakten-Rosinen herauspicken, die ihnen in den Kram passen). Leider ist das bei vielen Tierschutz- und Tierrechtler-Gruppen auch so – sie wollen (hoffentlich) etwas Gutes, aber schießen mit Halbwissen und Mutmaßungen ohne Sachhintergrund weit über das Ziel hinaus oder sind einfach aus ideologischen Gründen „dagegen“. Der FWG hätte ich eigentlich mehr Seriosität zugestanden. Mehr werde ich an dieser Stelle nicht diskutieren; Sie haben meine Mailadresse, wenn Ihnen an sachlicher Auseinandersetzung gelegen ist oder ich inhaltlich helfen kann, wissen Sie, wie Sie mich erreichen können.

    • FWG sagt:

      Sehr geehrter Herr Körner,

      vielen Dank für Ihren ausführlichen und sachkundigen Kommentar. Gern greifen wir Ihren Vorschlag auf und werden uns bezüglich der wissenschaftlichen Hintergründe mit Ihnen und anderen Fachkundigen austauschen. Die FWG ist sehr daran interessiert zur Aufklärung des Projektes und dessen Hintergründen beizutragen.
      Der von Ihnen angeführte Besuch eines gleichwertigen Affenparks ist bereits geplant. Kommendes Wochenende werden Mitglieder der FWG einen vergleichbaren Affenpark des Investors besuchen. Dieser Besuch dient ebenfalls dazu das Hintergrundwissen/Fakten weiter zu vertiefen und klarer herauszustellen.
      Wir werden in der darauffolgenden Woche an dieser Stelle und in den sozialen Medien darüber berichten.

  8. Sehr geehrter Herr Körner ,
    ich bin grundsätzlich gegen ein Affengehege ,außer es sind zoologische Maßnahmen notwendig . Mit dieser Position stehe ich nicht alleine in der Öffentlichkeit.Ein Affengehege ist absolut nicht zeitgemäß und hat mit Tierwohl gar nichts zu tuen. Auch aus gesundheitlichen Gründen ist dieses Vorhaben zu verneinen .Da berufe ich mich auf die Aussage von Dr, Eckart von Hirschhausen in der Sendung “ wir und das Virus “ im ZDF spezial mit Christian Sievers , solange mit exotischen Tieren gehandelt wird , werden wir die Viren nicht los !! Das verstehen auch Personen die kein Biologiestudium absolviert haben . Rainer Sander ,wer ist das der diese infame Kulumne “ Nordhessisches Affentheater “ veröffentlicht hat und wer hat ihn beauftragt ?? Er denonziert jeden Einwohner in Frielendorf .

    • Stefan Körner sagt:

      Frau Glänzer, Sie dürfen gern dagegen sein, es ist nur schade, wenn Sie das mit Halbwissen und missverstandenen Fakten begründen. Was Sie mit „zoologischen Maßnahmen“ meinen könnten ist völlig unklar. Warum ein solch großräumiges Tiergehege ein Problem mit Tierschutz haben sollte, ebensowenig. Dass Sie das von Frau Klöckner missbrauchte Wort „Tierwohl“ verwenden, zeigt nur, dass Sie Populärmedien echoen ohne Fachhintergrund zu haben, denn „Tierwohl“ ist eine sehr freie Übersetzung von „animal welfare“ und wird eigentlich nur politisch als Fahnenwort verwendet, ist aber nicht wissenschaftlich begründet. Und den ebenfalls populärwissenschaftlichen Beitrag von Dr. Hirschhausen haben Sie auch nicht verstanden, denn dabei geht es um Wildtierhandel mit Wildfängen, die aus ihren Heimatländern Krankheiten mitbringen. Abgesehen davon, dass Zoos keine Wildprimaten importieren, alle Tiere ausführlich tiermedizinisch betreuen und sowieso bei jedem Transport Quarantäne eingehalten wird: Die hier diskutierten Berberaffen und Lemuren stammen seit Jahrzehnten aus Zoo-Nachzuchten und sind virenmäßig völlig unbedenklich. Sie vermischen irgendwelche Halbfakten zu einem völligen Aussagen-Wirrwarr. Ihre Unterstellungen gegen den (mir nicht bekannten) Kolumnen-Autor widersprechen jeder Nettiquette, und was „denunzieren“ bedeutet sollten Sie auch mal nachschlagen. Auf diesem Niveau sollte man nicht diskutieren.
      Nun noch ein Nachtrag zu meinem vorherigen Beitrag: Ich hatte vor über zwei Wochen per Mail Kontakt mit der FWG und auf deren Bitte zahlreiche Hintergrundinfos geliefert. Leider seither keinerlei Antwort, und der nachweisbar zoologische Unsinn, der hier oben auf der Website steht, wurde auch nach Wochen nicht geändert. Das zeigt mir leider nur, dass die FWG nicht ernsthaft an Informationen interessiert ist und weiterhin Desinformation verbreitet. Sehr schade. Stefan Körner

  9. Christine Glänzer sagt:

    Wenn Frielendorf für eine solide Finanzbasis ein Affengehege braucht um eine solide Neuausrichtung auf zubauen ,lohnt es sich nicht hier weiter zu diskutieren .

  10. Gert Hubert sagt:

    Sehr schade, dass hier immer noch der gleiche zoologische Unsinn steht, denn Herr Körner schon vor zwei Monaten kritisiert hat. Die FWG disqualifiziert sich doppelt, indem sie das bis heute nicht korrigiert hat und auch nicht mehr an der Diskussion teilnimmt.

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